Am Mittwoch, den 29. April 2026, fand im Saal des Bürgerhauses Eching die Preisgerichtssitzung des von Hummel Kraus unter Projektleitung von Paulina Schroeder betreuten, freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb „Gestaltung des Bürgerplatzes“ statt. Insgesamt hatten sich neun Teilnehmer*innen am Wettbewerb beteiligt.
Eching ist ein dynamischer Ort, der in kürzester Zeit vom Dorf zur „Vorstadt“ von München wurde. Der Anschluss an das Schienennetz, der Bau der Autobahn, die Ausweisung eines Gewerbegebietes östlich der Autobahn sowie die Nähe zu München haben Eching, wie einige andere Gemeinden nördlich von München, ungewöhnlich schnell wachsen lassen. Eching war ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort und hat sich zu einem bemerkenswert großen Wohn- und Gewerbestandort im Speckgürtel von München entwickelt. Die Spuren der ehemaligen Landwirtschaft sind bis heute noch vor allem südlich des Rathauses sichtbar und lassen erahnen, wie Eching vor 100 Jahren geprägt war.
Rückwärtig der stark befahrenen Unteren Hauptstraße befindet sich der sogenannte Bürgerplatz mit dem im Jahr 2022 umgebauten Rathaus, einem Bürgerhaus, einem Seniorenzentrum, der VHS, der Kirche St. Andreas und Geschäften. Der gefühlt überdimensionierte Bürgerplatz (als auch die westlich angrenzende Bahnhofstraße) kommen ihrer Funktion als eindeutig erkennbare und attraktive Ortsmitte mit Flächen für die Gemeinschaft, Kunst und Kultur, Verwaltung und Kommerz nicht nach. Hinzu kommt, dass der Großteil des Bürgerplatzes über einer Tiefgarage liegt und dessen Gestaltung aus diesem Grund erschwert ist. Im Rahmen dieses Wettbewerbs sollten Lösungsvorschläge zur Gestaltung des Bürgerplatzes und den angrenzenden Freianlagen gefunden werden, die diese Besonderheiten des Platzes berücksichtigen und dem Ort ein unverkennbares Gesicht geben.
Der Bürgerplatz soll mit den angrenzenden Flächen in einem Gesamtkonzept zu einer individuellen, attraktiven Platzfläche gestaltet werden. Durch mehr Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Platzes sollen das öffentliche Leben und damit auch die Identifikation mit dem Ort, der Einzelhandel und die Gastronomie gestärkt werden. Außerdem sollen öffentliche, ganzjährig nutzbare Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen werden.
Wir gratulieren dem 1. Preis, Schaar Landschaftsarchitekten München.










